An dem Kongress nahmen zahlreiche Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftler, Forschende sowie weitere Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen aus verschiedenen europäischen Ländern und arabischen Staaten teil. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle medizinische Entwicklungen zu präsentieren, den wissenschaftlichen Austausch zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen arabischen medizinischen Fachkräften in Europa und ihren Kolleginnen und Kollegen in den arabischen Ländern zu stärken. 

Zu den anwesenden Persönlichkeiten gehörten Dr. Faidi Omar Mahmoud, Präsident des Union Arabischer Ärzte in Europa, Dr. Osama Al-Babilli, Kongresspräsident und Vertreter des Union in den Golfstaaten, Omar Al-Rawi, Mitglied des Wiener Gemeinderates und Landtages, sowie Dr. Tamam Kilani, Präsident des Union Arabischer Ärzte und Apotheker in Österreich.
Der Kongress bot eine wichtige Plattform für den interdisziplinären Austausch, die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse und die Diskussion zukünftiger Herausforderungen im Gesundheitswesen.
2. Feierliche Eröffnung des Kongresses
Die Eröffnungsveranstaltung wurde durch Grußworte der Vertreter der beteiligten Organisationen und Institutionen eingeleitet.
Begrüßungsrede von Dr. Tamam Kilani
Dr. Tamam Kilani, Präsident des Union Arabischer Ärzte und Apotheker in Österreich, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Kongress in Wien stattfinden konnte.
Er betonte die medizinische und gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung und würdigte die Arbeit und das Engagement arabischer Organisationen in Europa, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung Syriens.
Grußwort von Dr. Osama Al-Babilli


Anschließend begrüßte Dr. Osama Al-Babilli, Kongresspräsident, Vertreter der Union in den Golfstaaten und Mitglied des Vorstandes von ARABMED, die Anwesenden.
Er dankte allen Beteiligten für ihre umfangreiche Arbeit bei der Vorbereitung und Organisation des Kongresses. Darüber hinaus sprach er sich dafür aus, Kapital, medizinisches Fachwissen und die Erfahrung im Ausland tätiger Ärztinnen und Ärzte stärker für den Wiederaufbau Syriens zu nutzen.
Er hob hervor, dass medizinische Kongresse nicht nur dem wissenschaftlichen Austausch und der Weitergabe fachlicher Erkenntnisse dienen, sondern auch wichtige Möglichkeiten schaffen, berufliche Netzwerke zu stärken und den persönlichen Kontakt zwischen Ärztinnen und Ärzten zu fördern.
Grußwort von Omar Al-Rawi
Omar Al-Rawi, Mitglied des Wiener Landtages und Gemeinderates, überbrachte in seiner Ansprache die Grüße des Wiener Gesundheitsstadtrates.
Er stellte die Bedeutung Wiens als internationaler Standort für wissenschaftliche Kongresse und Veranstaltungen heraus. Darüber hinaus erläuterte er Aspekte des österreichischen Gesundheitssystems sowie die Organisation und Management des Gesundheitswesens in Österreich.
Rede von Dr. Faidi Omar Mahmoud
Dr. Faidi Omar Mahmoud, Präsident des Union 
Arabischer Ärzte in Europa, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Namen von ARABMED. Er betonte, dass der gemeinsame Kongress – die 36. Jahrestagung von ARABMED und die 33. Jahrestagung des Union Arabischer Ärzte und Apotheker in Österreich – eine wichtige Gelegenheit darstelle, die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch weiter auszubauen.
In seiner Rede hob er insbesondere folgende Aspekte hervor:
Förderung von Forschung und Innovation: Die wissenschaftliche Forschung sowie die Weiterentwicklung medizinischer und technologischer Kompetenzen müssen kontinuierlich gestärkt werden. 
Internationale Zusammenarbeit: Angesichts der rasanten Fortschritte in der Medizin, Biotechnologie und digitalen Gesundheitsversorgung ist eine enge Kooperation zwischen Universitäten, Forschungszentren, öffentlichen Einrichtungen und der Privatwirtschaft unverzichtbar.
Stärkung des Gesundheitswesens in Syrien: Die medizinischen und wissenschaftlichen Kapazitäten sollen durch die Zusammenarbeit arabischer Fachkräfte im In- und Ausland wiederaufgebaut und weiterentwickelt werden.
Förderung der medizinischen Fortbildung: Kontinuierliche Weiterbildung und gemeinsame Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.
Unterstützung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Nachwuchskräfte sollen stärker in wissenschaftliche Aktivitäten und internationale Kooperationen eingebunden werden.
Dr. Mahmoud verwies außerdem auf die große Bedeutung arabischer Ärztinnen und Ärzte in Europa für die jeweiligen Gesundheitssysteme. Als Beispiel nannte er die mehr als 7.000 syrischen Ärztinnen und Ärzte, die nach Angaben der Bundesärztekammer in Deutschland tätig sind.
Abschließend dankte er allen Organisatorinnen und Organisatoren, den Referentinnen und Referenten, den Forschenden sowie den Mitgliedern der beiden beteiligten Verbände für ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung.
Er betonte, dass der Kongress nicht nur den Teilnehmenden und ihren Institutionen zugutekommen solle, sondern vor allem den Patientinnen und Patienten, deren Gesundheit und Versorgung das zentrale Anliegen der medizinischen Tätigkeit seien.
Mit Blick auf Syrien äußerte er die Hoffnung, dass das Land schrittweise wieder eine bedeutende Rolle in der medizinischen Wissenschaft und Forschung der Region übernehmen könne.
Weitere Grußworte und Ehrungen
Die Eröffnungsreden wurden durch einen Beitrag von Professor Dr. Tarek Qasem abgerundet, der im Namen der am Kongress teilnehmenden Zahnärzte sprach.
Im Anschluss verlieh Dr. Faidi Omar Mahmoud dem Kongresspräsidenten Dr. Osama Al-Babilli als Anerkennung für dessen Engagement bei der Organisation der Veranstaltung die Ehrenmedaille der Union.
Darüber hinaus erhielten Dr. Tamam Kilani und Dr. Tarek Qasem Medaillen der Union als Würdigung ihrer Verdienste und Beiträge. 
3. Podiumsdiskussion: Unterstützung des Gesundheitswesens in Syrien
Im Anschluss an die Eröffnung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Unterstützung des Gesundheitswesens in Syrien“ statt. Die Moderation übernahm Dr. Osama Al-Babilli.
An der Diskussion beteiligten sich Dr. Tamam Kilani, Dr. Faidi Omar Mahmoud, Dr. Manal Faham, Dr. Abdulmunem Humaid, Dr. Saleh Al-Qaisi, Berater des syrischen Gesundheitsministeriums für Nierenkrankheiten, Dr. Bilal Al-Ashqar Al-Hamawi und Dr. Issam Zabad.


 Im Mittelpunkt stand die aktuelle Situation des syrischen Gesundheitswesens, die bestehenden Herausforderungen sowie Möglichkeiten, die medizinische Versorgung durch internationale Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern.
Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit, medizinische Fachkräfte aus Syrien, anderen arabischen Ländern und Europa stärker miteinander zu vernetzen. Ziel sei es, konkrete Projekte zu entwickeln, die den Bedarf der medizinischen Einrichtungen berücksichtigen und zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen.
Dr. Osama Al-Babilli stellte ein kürzlich umgesetztes Projekt zur Ausstattung von Krankenhäusern des syrischen Gesundheitsministeriums mit Dialysegeräten vor. Er unterstrich, dass angesichts des erheblichen Unterstützungsbedarfs des syrischen Gesundheitssystems weitere Hilfsmaßnahmen erforderlich seien.
Dr. Faidi Omar Mahmoud sprach sich dafür aus, europäische Institutionen, insbesondere deutsche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, stärker in die medizinische Unterstützung und den Wiederaufbau in Syrien einzubeziehen. Vorgeschlagen wurden Partnerschaften zwischen deutschen Krankenhäusern und syrischen Gesundheitseinrichtungen, eine stärkere Orientierung an den konkreten medizinischen Bedürfnissen vor Ort sowie die Weiterentwicklung der medizinischen Fortbildung.
Dr. Kilani, Dr. Abdulmunem Humaid und Dr. Bilal Al-Ashqar berichteten über bereits durchgeführte Gesundheitsprojekte und Hilfskampagnen sowie über geplante zukünftige Aktivitäten in Syrien.
Dr. Manal Faham betonte, dass medizinische und humanitäre Aktivitäten bereits in den Tagen vor der Befreiung in den syrischen Gebieten stattgefunden hätten und bis heute fortgesetzt würden.
Die Diskussion machte deutlich, dass eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen Versorgung eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten, wissenschaftlichen Einrichtungen, Krankenhäusern und den zuständigen Institutionen voraussetzt. Entscheidend sei, die diskutierten Vorschläge in konkrete und langfristig wirksame Projekte umzusetzen.
4. Wissenschaftliches Programm und internationale Beteiligung
Das wissenschaftliche Programm erstreckte sich über zwei Tage und umfasste acht interdisziplinäre Sitzungen mit mehr als 40 wissenschaftlichen Beiträgen.
Die Referentinnen und Referenten kamen aus mehr als elf Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Österreich, England, die Ukraine, Tschechien, Belgien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Syrien und Polen.
Insgesamt nahmen mehr als 120 Personen aus unterschiedlichen medizinischen und gesundheitsbezogenen Fachrichtungen teil. Dadurch ergaben sich vielfältige Möglichkeiten für den fachlichen Austausch, die Diskussion aktueller Forschungsergebnisse und den Aufbau internationaler beruflicher Kontakte.
Das Programm deckte ein breites Spektrum medizinischer Themen ab. Dazu gehörten moderne Operationsverfahren, digitale Gesundheitsanwendungen, künstliche Intelligenz in der Medizin, klinische Forschung, psychische Gesundheit sowie aktuelle Herausforderungen in verschiedenen medizinischen Fachgebieten.
5. Wissenschaftliche Fachsitzungen
5.1 Chirurgie und moderne Operationsverfahren
Der erste Kongresstag begann mit einer wissenschaftlichen Sitzung zur Chirurgie. Zu den Referenten gehörten Dr. Iyad Qablan aus Österreich, Professor Dr. Ayman Al-Agha aus Deutschland, Dr. Fadi Al-Nahlawi und Dr. Adham Mansour aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Dr. Faisal Banaya aus Österreich.
Die Vorträge befassten sich mit aktuellen Entwicklungen und innovativen Verfahren in der Chirurgie. Zu den behandelten Themen gehörten:
Chirurgische Behandlung der Adipositas.
Roboterassistierte Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse und den Nebennieren.
Endoskopische Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenknoten und Schilddrüsentumoren.
Behandlung von Krampfadern unter Einsatz der Duplexsonografie.
Die Beiträge verdeutlichten die zunehmende Bedeutung moderner Technologien und präziser diagnostischer Verfahren für die Weiterentwicklung chirurgischer Behandlungsmethoden.
5.2 Innere Medizin und interdisziplinäre Themen
Nach der Mittagspause fanden weitere wissenschaftliche Sitzungen zur Inneren Medizin und zu verschiedenen spezialisierten medizinischen Themen statt.
Zu den Referenten gehörten 
-    Professor Kurt Wiedhalm aus Wien, Dr. Mahmoud Sultan und Dr. Wael Sultan aus Deutschland, Dr. Alaa Al-Saghir aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Dr. Milda Shaar und Dr. Feroz Mohammad aus Österreich.
Die Vorträge behandelten unter anderem folgende Themen:
-    Schmerztherapie in der Palliativmedizin.
-    Operative Behandlung von Bandscheibenerkrankungen bei gleichzeitig bestehender Multipler Sklerose.
-    Simultane endoskopische Eingriffe im ambulanten Bereich und ihre praktische Umsetzung in Privatpraxen.
-    Digitale Überwachung und Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz mithilfe künstlicher Intelligenz im Rahmen des Programms ProHerz.
-    Beckenbodenhypertonie und mögliche Ursachen von Beckenschmerzen bei Patientinnen mit Endometriose.
-    Ethische Herausforderungen beim Vorenthalten beziehungsweise bei der Begrenzung lebenserhaltender Maßnahmen bei Patientinnen und Patienten ohne Aussicht auf Heilung.
-    Diese Themen zeigten die große Bandbreite der modernen Medizin, in der technische Innovationen, klinische Entscheidungsfindung und ethische Fragestellungen zunehmend miteinander verbunden sind.
5.3 Pneumologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Onkologie
Eine weitere Sitzung widmete sich ausgewählten Themen aus der Pneumologie, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und der Onkologie.
Zu den Beiträgen gehörten:
-    Dermatologische Hinweise auf metabolische und systemische Erkrankungen: In seinem Vortrag „Deine Haut ist dein Spiegel“ erläuterte Dr. Anas Shallalfeh aus Jordanien die Bedeutung dermatologischer Befunde für die Erkennung zugrunde liegender Erkrankungen.
-    Aktuelle Entwicklungen bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD): Dr. Mohammad Jadda aus Wien stellte neue Erkenntnisse und Entwicklungen auf diesem Gebiet vor.
-    Lungenembolie: Professor Dr. Abdulmunem Humaid behandelte dieses wichtige Krankheitsbild.
-    Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen: Dr. Rateb Jarrash aus Wien referierte über dieses Krankheitsbild und seine klinische Bedeutung.
-    Antikörper-Wirkstoff-Konjugate bei soliden Tumoren: Dr. Mohammad Hojouj aus Großbritannien stellte Grundlagen, aktuelle Entwicklungen und klinische Anwendungsmöglichkeiten dieser modernen onkologischen Therapieform vor.
-    Die Sitzung ermöglichte einen fachübergreifenden Austausch über aktuelle diagnostische und therapeutische Entwicklungen in mehreren medizinischen Disziplinen.
5.4 Interdisziplinäre medizinische Themen
Eine weitere Sitzung war verschiedenen fachübergreifenden Fragestellungen gewidmet.
Behandelt wurden folgende Themen:
-    Ungeklärter Testosteronmangel: Unter dem Titel „Was passiert während seines Schlafes?“ präsentierte Dr. Ismail Abbara, Facharzt für Urologie, Andrologie und Allgemeinchirurgie aus Dubai, einen entsprechenden klinischen Fall.
-    Osteoporose im höheren Lebensalter: Dr. Issam Mardini, Facharzt für Orthopädie und Handchirurgie aus Dubai, stellte das Thema vor.
-    Innovatives Verfahren bei unerklärter Infertilität: Professor Dr. Mousa Al-Kurdi aus Dubai präsentierte ein neuartiges Verfahren zur Reposition einer anatomisch veränderten tubaren beziehungsweise ovariellen Struktur im Zusammenhang mit der Behandlung ungeklärter Unfruchtbarkeit.
-    Virologie im Zeitalter neu auftretender Epidemien: Der Beitrag beleuchtete wissenschaftliche Entwicklungen der Jahre 2019 bis 2026 und thematisierte eine arabische Perspektive auf die zukünftige Pandemievorbereitung.
-    Digitale Psychotherapie: Dr. Rasha Al-Alwan aus Österreich referierte über die Bedeutung digitaler psychotherapeutischer Ansätze zur Verringerung psychosomatischer Beschwerden im Zusammenhang mit komplexen Traumata bei syrischen Patientinnen und Patienten.
-    Stoßwellentherapie in der Orthopädie: Dr. Hussein Al-Alawi aus Österreich stellte dieses Behandlungsverfahren vor.
Die Beiträge verdeutlichten den interdisziplinären Charakter des Kongresses und die Bedeutung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze für die medizinische Praxis.
6. Ultraschall-Workshop
Ergänzend zu den wissenschaftlichen Vorträgen wurden praktische Fortbildungsveranstaltungen zur Ultraschalldiagnostik in deutscher Sprache angeboten.
Die Kurse wurden von Dr. Marwan Al-Araj aus Salzburg geleitet und umfassten zwei Schwerpunkte:
-    Ultraschalluntersuchung zentraler Blutgefäße.
-    Ultraschalluntersuchung peripherer Blutgefäße.
Der praktische Teil des Programms bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in der Gefäßsonografie zu vertiefen und ihre technischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Damit ergänzte der Workshop die wissenschaftlichen Sitzungen um einen praxisorientierten Fortbildungsanteil.
7. Auszeichnungen für Referenten und junge Wissenschaftler
Ein wesentlicher Bestandteil des Kongresses war die Anerkennung wissenschaftlicher Leistungen. Die Referentinnen und Referenten erhielten am Ende der jeweiligen Sitzungen Teilnahme- beziehungsweise Anerkennungsurkunden.
Darüber hinaus zeichnete das Organisationskomitee drei junge Ärzte für ihre wissenschaftlichen Beiträge aus. Mit dieser Initiative unterstrich der Verband sein Anliegen, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und jungen Medizinerinnen und Medizinern Möglichkeiten zur Präsentation ihrer Forschungsergebnisse auf internationalen Veranstaltungen zu eröffnen.
Ausgezeichnet wurden:
1. Dr. Fahed Husri, Deutschland
Facharzt für Herzchirurgie. Auszeichnung für seinen wissenschaftlichen Beitrag:
„ProHerz: Von Deutschlands erster digitaler Therapie für Herzinsuffizienz zu einer globalen, KI-gestützten Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz.“
2. Dr. Ahmad Wael Sultan, Universitätsklinikum Charité, Berlin
Auszeichnung für seinen wissenschaftlichen Beitrag:
„Frühzeitige Prävention von Typ-2-Diabetes und Adipositas“ (Early Prevention of Type 2 Diabetes and Obesity).
3. Dr. Mohammad Hojouj, Manchester, Großbritannien
Auszeichnung für seinen wissenschaftlichen Beitrag:
„Antikörper-Wirkstoff-Konjugate bei soliden Tumoren: Grundlagen, Fortschritte und klinische Anwendung“ (Antibody-Drug Conjugates in Solid Tumours: Principles, Progress and Clinical Practice).
Die ausgezeichneten Ärzte erhielten Medaillen und Anerkennungsurkunden des Union Arabischer Ärzte in Europa.
Mit dieser Ehrung würdigte der Verband die wissenschaftlichen Leistungen der Preisträger und ermutigte sie, ihre Forschungsarbeit fortzusetzen und sich auch künftig an internationalen medizinischen Kongressen zu beteiligen.
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit und trägt dazu bei, junge Forschende stärker in die internationale medizinische Gemeinschaft einzubinden. 

8. Dank an die Organisatoren und Mitwirkenden
Der Verband Arabischer Ärzte in Europa dankt Dr. Tamam Kilani und seinen Kolleginnen und Kollegen in Österreich sowie dem Kongresspräsidenten Dr. Osama Al-Babilli für ihren großen Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.
Ein besonderer Dank gilt ebenso allen Referentinnen und Referenten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den weiteren Beteiligten, die durch ihre fachlichen Beiträge und ihr persönliches Engagement zum Gelingen des Kongresses beigetragen haben.
Die hohe Qualität der wissenschaftlichen Beiträge und die engagierte Mitwirkung der Teilnehmenden waren wesentliche Voraussetzungen für den erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung.
9. Gesamtbewertung und Ausblick
Die 36. Jahrestagung des Union Arabischer Ärzte in Europa war eine wichtige wissenschaftliche und fachliche Veranstaltung, die den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen arabischen Ärztinnen und Ärzten in Europa sowie ihren Kolleginnen und Kollegen in den arabischen Ländern weiter stärkte.
Mit acht wissenschaftlichen Sitzungen, mehr als 40 Forschungsbeiträgen und über 120 Teilnehmenden aus unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen bot der Kongress ein vielfältiges Programm zu aktuellen Entwicklungen der modernen Medizin.
Besonders hervorzuheben waren die interdisziplinäre Ausrichtung, die Einbindung junger Wissenschaftler, die praxisorientierten Fortbildungsangebote und die Diskussion konkreter Möglichkeiten zur Unterstützung des syrischen Gesundheitswesens. 

Der Kongress verdeutlichte erneut, dass ARABMED nicht nur eine wissenschaftlich-medizinische, sondern auch eine gesellschaftlich und humanitär engagierte Organisation ist. Der Verband setzt sich dafür ein, medizinisches Wissen zu vermitteln, Forschung zu fördern, berufliche Netzwerke auszubauen und die Gesundheitsversorgung in den arabischen Ländern durch internationale Kooperation zu unterstützen.
Die Veranstaltung in Wien leistete einen wichtigen Beitrag zur Fortsetzung dieser Arbeit. Zugleich stärkte sie die Perspektive, die Erfahrungen und Kompetenzen arabischer Ärztinnen und Ärzte in Europa künftig noch gezielter für gemeinsame medizinische, wissenschaftliche und humanitäre Projekte einzusetzen.
Der Verband verbindet mit den kommenden Kongressen die Hoffnung, den wissenschaftlichen Austausch weiter auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen nachhaltig zu vertiefen.
10. Vierzigste Jahressitzung des Vorstandes und der teilnehmenden Verbandsmitglieder
Im Rahmen des Kongresses fand am 2. Oktober 2026 um 16:30 Uhr im Kongresshotel Arcotel in Wien die 40. Jahressitzung des Union Arabischer Ärzte in Europa statt. An der Sitzung nahmen Mitglieder der Union, Vertreter seiner Zweigstellen sowie Mitglieder des Vorstandes teil.
Die Sitzung wurde am Vorabend des Kongresses abgehalten und diente der Beratung über die laufenden Aktivitäten, die organisatorische Entwicklung und die finanzielle Situation der Union
Auf der Tagesordnung standen insbesondere:
Rückblick auf die im Jahr 2026 bis zum Sitzungstermin durchgeführten Aktivitäten.
Beratung über die Finanzen der Union
Besprechung der jährlichen Mitgliedsbeiträge.
Prüfung von Anträgen auf Aufnahme neuer Mitglieder.
Vorstellung der Einnahmen und Ausgaben sowie der finanziellen Aspekte der verschiedenen Verbandsaktivitäten.
Im Rahmen der Beratungen wurde hervorgehoben, dass sich der Verband durch seine Aktivitäten als gemeinnützige Organisation mit öffentlichem Nutzen etabliert hat und im Rahmen der geltenden Bestimmungen Spenden entgegennehmen kann.
Die Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, die wissenschaftlichen, akademischen, kulturellen und humanitären Aktivitäten fortzuführen. Besonderes Augenmerk soll weiterhin auf der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, der Unterstützung arabischer Ärztinnen und Ärzte in Europa sowie dem Ausbau der medizinischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit liegen.
Im Anschluss an die Sitzung besichtigten die Teilnehmenden den Kongresssaal und überprüften die letzten organisatorischen Vorbereitungen für die Veranstaltung.
Während des Kongresses nutzte der Verband außerdem die Gelegenheit, Mitglieder zu treffen, die an der Vorstandssitzung nicht teilnehmen konnten. Ihnen wurden ihre Mitgliedsausweise und Mitgliedsurkunden überreicht. Gleichzeitig konnten ihre Einschätzungen und Anregungen zur zukünftigen Arbeit des Union,s aufgenommen werden.
Die Sitzung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur organisatorischen Abstimmung, zur Einbindung der Mitglieder und zur weiteren Planung der Verbandsaktivitäten.

Dr. Faidi Omar Mahmoud
Präsident des ARABMED in Europa 
Datum: 17. Oktober 2026